Bubishi

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An der Quelle des Karatedô. Mit den 32 Formen des Kaisers Song Taizu

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Die Bibel der Kampfkunst mit bloßer Hand In der südchinesischen Provinz Fujian (Fukien) entstand vor Jahrhunderten der Kampfstil des Weißen Kranichs, als Fang Jin Jang, Tochter eines Shaolinmeisters, die Kampfkunst ihres Vaters mit Haltungen und Bewegungen des Kranichs verknüpfte. Dieser Stil wird im Bubishi beschrieben, einem illustrierten Manuskript, das für jene bestimmt war, die Meister im Kampf ohne Waffen werden wollten.

Es zeigt sich, daß die im Bubishi beschriebenen Techniken nichts weniger darstellen als jene Urformen, aus denen sich so unterschiedliche moderne Kampfkünste wie Karate, Jûjutsu, Jûdô, Aikidô oder Wingchun entwickelt haben. Alle Geheimnisse der waffenlosen Kampfkünste sind hier bereits offenbart.

In diesem Werk werden die 48 Nahkampftechniken des Bubishi (ergänzt durch ausführliche Kommentare und detaillierte Zeichnungen des Autors), die Kunst des Dianxue (die geheimnisumwitterten Vitalpunkttechniken der „vergifteten Hand“), die Geschichte des Kampfstils des „Weißen Kranichs“ sowie Geschichte und Technik der Kata Hakufa und Happoren vorgestellt. Die vorliegende Neuauflage des Bubishi enthält zudem eine umfassende Darstellung der „32 Formen des Boxens des Kaisers Song Taizu“. Hierbei handelt es sich um ein vollständiges Kapitel des chinesischen Klassikers Ji Xiao Xin Shu von General Qi Jiguang, der 1564 erschien. Der japanische Karatemeister Ôtsuka Tadahiko, Lehrer und Freund Roland Habersetzers, analysiert die darin vorgestellten 32 Kampfpositionen. Der in China lebende Wushu-Experte Maik Albrecht übersetzte und kommentierte die Einleitung dieses Werkes, das erstmals einer nichtasiatischen Leserschaft zugänglich gemacht wird. Maik Albrecht, der bei einigen der größten lebenden Meister des Wushu (Kungfu) in die Lehre gegangen ist und chinesische Sprache und Kultur studiert hat, hat es vollbracht, den klassischen Text auf eine Weise zu übertragen und zu erläutern, daß der Leser tiefe Einblicke in die faszinierende Welt der waffenlosen Kampfkünste im alten China gewinnt.

Roland Habersetzer
Geboren 1942 in Straßburg, praktiziert seit 1957 asiatische Kampfkünste. Bereits 1961 erhielt er den 1. Dan und wurde so zu einem der ersten französischen „Schwarzgurte“ im Karate. 2006 wurde ihm in Japan von O-Sensei Tsuneyoshi Ogura (Schüler von Yamaguchi Gôgen und Gima Makoto) der 9. Dan, Hanshi, verliehen, sowie der Titel eines Sôke (Tengu ryû). Roland Habersetzers Werk auf dem Gebiet der Kampfkünste umfaßt über 70 Bücher. Seine in mehrere Sprachen übersetzten Werke gelten in vielen Ländern als historisches, technisches und pädagogisches Standardwerk.


Autor Roland Habersetzer
Verlag Palisander-Verlag
Format 14,5 x 21 cm
Einband Paperback
Umfang 320 Seiten
ISBN 978-3-938305-00-3
Erscheinungsdatum 4. Aufl. 2014
Originalausgabe 2004
Zusätze Zahlreiche Abbildungen

1 Bewertung für Bubishi

  1. Bewertet mit 5 von 5

    Susanne

    BU (Krieger)
    BI (Wissen und Versorgen)
    SHI (Geist und Ehrgeiz)

    Es ist kaum Möglich, die unglaubliche Bandbreite und Vielfalt des hier vorliegenden Werkes und den darin herrschenden Geist der ursprünglichen kriegerischen Techniken in Worten zusammenfassend zu beschreiben. Man muss dieses Buch Seite für Seite erleben und spüren können.
    Roland Habersetzer ist mit der Auseinandersetzung der Aufzeichnungen des zweiten Bubishi ein wunderbares Werk gelungen, welches all denjenigen Karateka hilfreich sein wird, welche wissen wollen, woraus das Karate-welches heute praktiziert wird- in seinem Ursprung bestand. Das Bubishi sollte jedoch nicht mit einem Technikhandbuch verglichen werden,…..das ist es definitiv nicht ! Vielmehr erfordert Bubishi von dem Leser das Verständnis der Historie des Karate ( China-Okinawa-Japan bzw. Wushu/Qigong -Okinawa Te-Karate) um den Brückenschlag zum modernen Karate der verschiedenen großen Stile zu verstehen.
    Man sollte zudem wissen, dass das ursprüngliche Bubishi in einem altchinesischen Fujian-Dialekt verfaßt wurde und lediglich sehr einfach gehaltene, illustrierte Zeichnungen enthielt. Es war eine Art Notizbuch und nichts darin war vollständig oder gar zusammenhängend. Das zweite Bubishi kann zudem nicht explizit einem einzigen Schöpfer/ Autor zugeordnet werden sondern stellt vielmehr eine Sammlung illustrierter Texte alter, chinesischer Kampfkünstler dar. Der Leser der nun vorliegenden Bubishi-Auswertung und Interpretation durch Roland Habersetzer schenkt mit dem ernsthaften Studium des Bubishi dem Autor sein Vertrauen. Wer um die jahrzehntelange akribische Arbeit Habersetzers um die Historie des Karate hin zu ihrer ursprünglichen Quelle weiß, wird ihm mit dem nun vorliegenden Bubishi dieses notwendige Vertrauen auch uneingeschränkt schenken können und sein Werk mit der nötigen Achtung und dem gebotenen Respekt studieren. Roland Habersetzer interpretiert die naiven Zeichnungen und stellt mögliche Anwendungsformen in Wort und Fotografie vor.
    zudem stellt Habersetzer ausführlich die „Happoren no kata“ in Wort und Fotografie dar.
    Wichtig ist meines Erachtens auch zu wissen , dass der Begründer des Gôjû ryû (Miyagi Chôjun) sowie des Shito ryû (Mabuni Kenwa) jeweils ein Exemplar des Bubishi besessen haben und somit dies beiden Zweige des noch heute praktizierten Karate ihren Ursprung dem Bubishi verdanken. Der Leser sollte daher auf alle Fälle ein Grundverständnis auch für diese beiden Stile mitbringen, um die Bildtafeln der Nahkampftechniken deuten zu können.
    Um letztlich ein komplettes Bild der Historie von Bubishi hin zum modernen Karate zu erhalten, empfehle ich dem Leser dringend, sich zusätzlich auch mit den Koshiki Kata (Ebenfalls von Roland Habersetzer) zu beschäftigen, um einen Gesamtkontext herstellen zu können.
    Ich empfehle Bubishi allen historisch interessierten Karateka, welche weder Zeit noch Mühe scheuen, sich den Ursprüngen des heutigen Karate anzunähern und dieses Verständnis in das persönliche, tägliche Training zu integrieren ! Für sie alle wird Bubishi eine Bereicherung unschätzbaren Wertes darstellen ! …wenngleich darin auch eine gewisse Gefahr der Enttäuschung liegen mag, sofern man die Wandlung bzw. den Verfall wahrnimmt, was Karate einst war und was heute noch davon übrig geblieben ist…

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